Förderchance für Neubau der Sporthalle in Alfter nutzen

Der Rat der Gemeinde Alfter hat am 20. September 2018 beschlossen, dass die Gemeinde einen Antrag auf Fördermittel des Bundes stellt, um die alte Sporthalle in Alfter Ort durch eine neue, größere Halle zu ersetzen.

 

Albert Wulff, Vorsitzender der FDP-Fraktion erklärte dazu: „Wenn es die Möglichkeit gibt, Fördermittel des Bundes für einen Hallenneubau zu bekommen, sollte die Gemeinde diese Chance nutzen. Die Analysen der Gemeindeverwaltung zeigen, dass der Bedarf für ein verbessertes Hallenangebot besteht. Wichtig ist, dass sich die Überlegungen für den Neubau in den laufenden Prozess für ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept für das Ortszentrum Alfter einfügen.“

Wulff betonte dabei, dass für die FDP im Vordergrund stehe, tatsächlich die Möglichkeiten für Hallensport in Alfter zu verbessern und zu erweitern. Deshalb sei der als Mehrzweckhalle geplante Neubau insbesondere auf die Belange des Schul– und Vereinssports abzustellen und sollten die St. Anna Grundschule und die Sportvereine bei der Planung eng eingebunden werden. Für die FDP sei auch wichtig, dass bei der geplanten gesamten Umgestaltung des Ortskernes Alfter noch genügend Platz für Einzelhandel verfügbar bleibt. „Für die Nahversorgung ist ein zukunftsfähiger Einzelhandel im Ortskerne Alfter von zentraler Bedeutung“, begründete Wulff diese Forderung.

 

Der Rat war am 20. September zu einer Sondersitzung zusammengetreten. Die Verwaltung hatte zwar vorab einen Antrag auf Fördermittel an das zuständige Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung eingereicht. Rechtzeitig vor Antragsschluss musste aber noch die Bestätigung des Rates zur Antragstellung eingeholt werden.

 

In der Ratssitzung deutete sich zunächst eine längere Debatte an, nachdem die Freien Wähler Alfter beantragten, zu dem Tagesordnungspunkt die Begrenzung auf maximal drei Redebeiträge für jedes einzelne Ratsmitglied aufzuheben und sich im Vorfeld kritisch zu den Überlegungen der Gemeindeverwaltung zum Hallenneubau geäußert hatten. Die Diskussion verlief dann aber doch zügig und mit positiver Grundstimmung für den Neubau. Nachdem die Fragen der Ratsmitglieder beantwortet waren, stimmte der Rat einstimmig für die Antragstellung auf Fördermittel.

 

Die Gemeindeverwaltung rechnet für den Neubau der Sporthalle mit Gesamtkosten von 2,85 Mio. Euro. Bei einem positiven Förderbescheid würden 90 % davon vom Bund bereitgestellt. Für den Fall beschloss der Rat auch, im Haushalt der Gemeinde den Eigenanteil von 285.000 Euro einzuplanen. Die Detailplanungen zu der Sporthalle sollen zu gegebener Zeit im Ausschuss für Gemeindeentwicklung beraten werden.